22.11.2019

Will man keine Radwander*innen in der Stadt?

Erfreut haben die Grünen in Reinfeld festgestellt, dass die immer wieder genannte Ausweichroute für das fehlende Stück Radweg an der B75 jetzt endlich ausgeschildert ist. Das schöne Herbstwetter am Mittwoch hat Geert Karnick, Vorsitzender des Hauptausschusses gleich genutzt, um in der Mittagspause die Strecke abzufahren. "Vorweg bemerkt, die Beschilderung ist klar und eindeutig," beginnt das Fazit des Verkehrsplaners. "Aber auf diese Streckenführung wäre ich im Leben nicht gekommen.

Will man keine Radwanderer bei uns in der Stadt?" bringt er seine Verwunderung zum Ausdruck. Hätte man die kürzeste Strecke ausschildern wollen, wäre man Richtung Lübeck nach dem Lokfelder Damm über Fünfkaten und Am Zuschlag wieder zur B75 geführt worden und hätte damit auch das Schieben oder Tragen über die Treppe am kleinen Bahnübergang gespart.

Aber viel sinnvoller und an den Bedürfnissen von Radwanderern orientiert, wäre die Streckenführung von der Heimstättenstraße zur Seepromenade, durch die Paul-von-Schoenaich-, Bahnhof, Mahlmannstraße und Am Zuschlag zur B75. "Mit einer nur 100 m längeren Strecke hätten die interessantesten Orte Reinfelds wie die Seepromenade, das Rathaus und die Kirche passiert werden können und Radwanderer bekämen die Möglichkeit, sich bei örtlichen Händlern zu versorgen," plädiert Geert Karnick für eine Korrektur der Beschilderung und führt auch praktische Gründe ins Feld: "Während Alltagsradler ohne Gepäck die Treppen und Umlaufsperren auf der jetzigen Strecke noch halbwegs meistern können, sind sie für Radwanderer mit schweren Packtaschen fast nicht zu passieren." Die Grünen werden daher die Streckenführung im für Tourismus zuständigen Hauptausschuss und im für Verkehrs zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr zur Diskussion stellen. Aber unabhängig von der Beschilderung der Ausweichstrecke hat für die Grünen der Lückenschluss des Radweges an der B75 höchste Priorität.

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