12.06.2014

Keine Photovoltaik auf dem Verwaltungsneubau?

Klimaschutz sieht anders aus!

GRÜNE halten regenerative Energien in städtischen Gebäuden für unverzichtbar.

Nachdem der Ausschuss für Umwelt und Energie auf Initiativer der GRÜNEN bereits Photovoltaik-Anlagen auf dem Verwaltungsneubau und dem Stadtwerkeneubau empfohlen hatte, musste am 10. Juni der zuständige Bauausschuss darüber beraten.

In der Vorlage der Verwaltung war von Kosten in Höhe von 33.000 € und fehlender Wirtschaftlichkeit die Rede, mit Hinblick auf denkmalschützerische Bedenken solle nur eine dachintegrierte Anlage in Frage kommen.

Eigene Recherchen der GRÜNEN hatten zu gänzlich anderen Ergebnissen geführt, so dass viele Fragen an die Verwaltung gestellt wurden.

Sabine Nauruhn von den GRÜNEN brachte es auf den Punkt: „Warum müssen Privatpersonen für eine vergleichbare Anlage weniger als die Hälfte bezahlen, wodurch sich eine Amortisation bereits nach 12-14 Jahren ergibt?“

Diese eigenen Berechnungen gingen von einer Eigennutzung des Stroms durch das Rathaus aus, da dieses ein Vielfaches des erzeugten Stroms verbraucht und das tagsüber, wenn dieser Strom auch erzeugt wird. Gegenüber einer Einspeisevergütung von ca. 10 ct pro kWh können so Stromkosten in Höhe von ca. 23 ct eingespart werden

Für die GRÜNEN steht neben der Wirtschaftlichkeit so einer Anlage besonders aber auch die Vorbildfunktion der Stadt im Vordergrund. Eine Stadt, die sich den Klimaschutz und die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes auf die Fahnen geschrieben hat, kann es sich nach Ansicht der GRÜNEN im Rathaus nicht leisten, bei städtischen Neubauten den Einsatz von regenerativen Energien nicht ernsthaft zu prüfen.

Geert Karnick, für die GRÜNEN im Bauausschuss: „Selbst bei einer Amortisationsdauer von 25-30 Jahren, nämlich der erwarteten Lebensdauer von Photovoltaikanlagen, kostet die Anlage der Stadt keinen Cent. Warum daher eine Diskussion darüber überhaupt notwendig war, ist für mich unverständlich. Erst wenn die Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien zum Klimaschutz die Stadt unterm Strich Geld kostet, ist eine Diskussion über die Finanzierbarkeit gerechtfertigt.“

Der Bauausschuss konnte sich nach intensiver Diskussion dem Wunsch der GRÜNEN nach zusätzlichen Informationen zu den verbindlichen Vorgaben des Denkmalschutzes, nach weiteren Angeboten sowie nach einer fundierten Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Basis der Eigennutzung des erzeugten Stroms anschließen. Der Tagesordnungspunkt wurde mit entsprechenden Arbeitsaufträgen an die Verwaltung einstimmig auf die nächste Sitzung vertagt.

Der Bauausschuss konnte sich nach intensiver Diskussion dem Wunsch der GRÜNEN nach zusätzlichen Informationen zu den verbindlichen Vorgaben des Denkmalschutzes, nach weiteren Angeboten sowie nach einer fundierten Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Basis der Eigennutzung des erzeugten Stroms anschließen. Der Tagesordnungspunkt wurde mit entsprechenden Arbeitsaufträgen an die Verwaltung einstimmig auf die nächste Sitzung vertagt.

URL:http://gruene-reinfeld-nordstormarn.de/startseite/startseite-volltext/article/photovoltaik_in_der_diskussion/