Müllvermeidung endlich auch in Reinfeld

Antrag der Grünen beschlossen

"Was im Großen längst funktioniert, soll jetzt endlich auch in Reinfeld umgesetzt werden,“
begründet Geert Karnick, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Reinfeld, den Antrag seiner Fraktion 
im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. Denn große Events wie die Kieler Woche 
oder die Travemünder Woche schenken Getränke schon längst in Mehrwegbechern aus und viele 
Kommunen haben bereits entsprechende Regelungen getroffen.
Nach Ansicht der Grünen sollte Reinfeld bei den Bemühungen um Umweltschutz und 
Müllvermeidung nicht zurückstehen, zumal sich schon seit 2019 die Bürgerinitiative „Plastikfreies 
Reinfeld“ um Verbesserungen im Kleinen, wie auch im Großen bemüht. Dazu wurde eine Reihe von 
Beispielen aus anderen Städten und Gemeinden analysiert, um einen eigenen Vorschlag für Reinfeld 
zu entwickeln. Die coronabedingte Absage einer Reihe von Festen wurde dazu genutzt, um 
Gespräche mit einem örtlichen Veranstalter über Alternativen zum Einwegbecher zu führen, die ja 
mittlerweile nur wenige Cent teurer sind und viel Müll vermeiden.
Leider hatten diese Gespräche bisher nicht den erwünschten Effekt, das diesjährige Karpfenfest und 
Abfischen hat gezeigt, dass das Bewusstsein für eine Umstellung auf Mehrweggebinde noch nicht 
ausreichend vorhanden ist.

„Ich hätte mich gefreut, wenn die Veranstalter dem Beispiel anderer Veranstaltungen gefolgt wären
und ihre Getränke in Mehrwegbechern oder -gläsern ausgeschenkt hätten,“ erläuterte Geert Karnick. 
„Liebend gerne hätten wir auf diesen Antrag verzichtet, denn Freiwilligkeit und Einsicht halte ich 
grundsätzlich für den besseren Weg, zumal es in der näheren Umgebung Anbieter gibt, die 
Mehrwegbecher inkl. Spülservice bereitstellen“
Den Antrag, der für alle Veranstaltungen in städtischen Gebäuden und auf öffentlichen Flächen igelten soll, ist bewusst einfach gehalten. „Wir wollen damit kein Bürokratiemonster erschaffen, dass 
das letzte Stück Plastik erfasst, sondern einfach und klar verständlich den Großteil des Plastikmülls 
im städtischen Einflussbereich vermeiden,“ begründet Geert Karnick den kurz gefassten Antrag.

Mit einer Klarstellung, dass diese Regelungen nicht für die Verkaufsverpackungen z.B. auf dem Wochenmarkt gelten sollen, wurde der Antrag am 28.11.2022 mit großer Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr beschlossen. Die Verwaltung wird nun eine entsprechende Änderung der relvanten städtischen Satzungen vorbereiten und den Gremien zur Beschlussfassung vorlegen.

"Ich freue mich darauf, die schönen Feste in Reinfeld im nächsten Sommer mit deutlich weniger Müll feiern zu können", erläuterte Geert Karnick die Erwartungen der Politik.

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